Die Konservative Mitte im Kreistag Sächsische Schweiz Osterzgebirge kritisiert die Antwort von Gesundheitsministerin Petra Köpping auf den offenen Brief zur Schließung der Kinderklinik in Freital als unzureichend. Peter Pfitzenreiter bezeichnet die Begründung durch das „Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz“ als paradox. Die Konservative Mitte setzt sich weiterhin für Alternativen ein und ruft auf, Argumente für den Erhalt der Klinik zu senden.
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Klinik-Schließung in Freital: Konservative Mitte kritisiert ernüchternde Antwort der Staatsregierung
Die Diskussion um die Zukunft der Kinderklinik in Freital spitzt sich weiter zu. Während sich die Konservative Mitte im Kreistag nach wie vor für den Erhalt der Klinik und die Wiedereröffnung der Abteilungen Gynäkologie, Geburtenhilfe und Kinderklinik einsetzt, sorgt die jüngste Antwort der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping auf den offenen Brief von 11 Bürgermeistern für Enttäuschung und Unverständnis.
Ernüchternde Antwort auf offenen Brief
Peter Pfitzenreiter, Vorsitzender der Gruppe der Konservativen Mitte im Kreistag SOE, fasst die aktuelle Lage treffend zusammen: „11 Bürgermeister hatten einen offenen Brief an Gesundheitsministerin Petra Köpping und unseren Ministerpräsidenten geschrieben, und jetzt liegt die Antwort vor, die veröffentlicht worden ist. Die Antwort ist ziemlich ernüchternd, denn so wirklich auf die Argumente der Bürgermeister geht sie nicht ein und auch auf die Argumente, die die Freitaler gebracht haben, geht sie überhaupt nicht ein.“
Statt einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Forderungen der Region verweist die Ministerin auf das sogenannte Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz. Für Pfitzenreiter ist das nicht nachvollziehbar: „Stattdessen ist die Rede davon, dass es in der Umsetzung des sogenannten Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes einfach nötig ist, diese Station zu schließen. Das ist schon ziemlich bizarr.“
Gesetz, das Kliniken schließt – wie soll das die Versorgung verbessern?
Besonders scharf kritisiert Pfitzenreiter den Widerspruch im Namen des Gesetzes selbst:
„Das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz sorgt dafür, dass Kliniken oder Abteilungen geschlossen werden – und dass sich damit die Versorgung verbessern soll? Das ist eine Sache, die nicht nachvollziehbar ist.“
Diese Begründung erscheint nicht nur paradox, sondern ignoriert laut Pfitzenreiter die realen Bedürfnisse der Menschen vor Ort. Gerade für Familien mit kleinen Kindern und werdende Mütter stellt die Schließung eine erhebliche Belastung dar.
Kampf für Alternativen und Rekommunalisierung
Die Konservative Mitte gibt sich jedoch nicht mit dieser Antwort zufrieden. Pfitzenreiter kündigt an: „Wir kämpfen natürlich weiterhin dafür, dass im Juni-Kreistag unser Antrag auf Prüfung von Alternativen, auch der Rekommunalisierung des Krankenhauses, zur Behandlung kommt.“
Dieser Antrag soll nicht nur die wirtschaftlichen Aspekte beleuchten, sondern vor allem die gesundheitlichen Bedürfnisse der Region in den Fokus rücken. Die Gruppe sieht es als ihre Verantwortung, den politischen Druck aufrechtzuerhalten und sich nicht mit unzureichenden Antworten abzufinden.
Appell an die Bürger: Argumente und Unterstützung gefragt
Abschließend richtet Pfitzenreiter einen klaren Appell an die Bürger: „An der Stelle noch mal der eindringliche Appell an alle, die diesen Beitrag jetzt hören und sehen: Meldet euch mit euren Argumenten!“
Die Konservative Mitte sammelt weiterhin Rückmeldungen und Ideen aus der Bevölkerung, um ihre Forderungen im Kreistag mit einer breiten Basis zu untermauern. Wie man sich beteiligen kann, erfährt man im Beitrag der Konservativen Mitte: Warum braucht Freital eine Geburtenstation und Kinderklinik?
Fazit: Konkrete Lösungen statt bürokratischer Ausflüchte
Die Antwort der Staatsregierung zeigt aus Sicht der Konservativen Mitte deutlich, wie weit die politischen Entscheidungsträger von den Bedürfnissen der Bürger entfernt sind. Der Kampf für den Erhalt der Klinik in Freital geht weiter – gestützt auf sachliche Argumente, den Rückhalt der Bevölkerung und die klare Forderung nach politischen Konsequenzen.
Denn für Pfitzenreiter ist klar: „Gesundheitsversorgung darf nicht dem Rotstift zum Opfer fallen – schon gar nicht unter dem Deckmantel eines Gesetzes, das das genaue Gegenteil dessen bewirkt, was es verspricht.“
Videobotschaft: Kritik an Antwort von Gesundheitsministerin Köpping zur Schließung der Abteilungen im Freitaler Krankenhaus
Links
- Youtube-Video: Kritik an Antwort von Gesundheitsministerin Köpping zur Schließung der Abteilungen im Freitaler Krankenhaus
- Facebook: Kritik an Antwort von Gesundeitsministerin Köpping zur Schließung der Abteilungen im Freitaler Krankenhaus
- offener Brief der 11 Bürgermeister
- Antwort von Gesundheitsministerin Petra Köpping
- Wie kann ich helfen? Sende uns Argumente und Ideen für Alternativen an krankenhaus-freital@die-konservative-mitte.de – weitere Infos dazu unter https://www.die-konservative-mitte.de/konservative-mitte-bittet-um-argumente-und-ideen-warum-braucht-freital-eine-geburtenstation-und-kinderklinik/